Überweisung ins Ausland

By | 3. Dezember 2014

Auslandsüberweisung auf einen Blick

Soll ein Betrag nicht über SEPA transferiert werden oder an einen Empfänger in einen außereuropäischen Staat gehen, muss auf die herkömmliche Überweisung ins Ausland zurückgegriffen werden. So gut wie jede Bank bietet die Möglichkeit der Auslandsüberweisung in Staaten in Amerika, Asien, Afrika oder Australien an. Bequem ist der Transfer per Online-Banking, hierzu muss nach dem Login im persönlichen Bereich nur die entsprechende Option ausgewählt werden. Die großen Geldinstitute bieten zusätzlich nach wie vor die Überweisung per Formular an. Diese Überweisungsformulare unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Angaben „Entgelt“, „Währung“ und die aufgedruckte Kennzeichnung „AVZ“ von den regulären Überweisungsträgern.

Ob mit Überweisungsformular oder per Internet-Banking: Der Absender muss den SWIFT-Code der empfangenden Bank ermitteln. Jede Bank verfügt über eine solche aus 8 bzw. 11 Stellen bestehende Codierung. Die übrigen Angaben sind vom SEPA-Zahlschein bekannt: IBAN, Empfängername, Verwendungszweck und Referenznummer komplettieren die Überweisung. Ist alles korrekt ausgefüllt, steht einem reibungslosen Geldtransfer nichts im Wege.

Kosten einer Überweisung ins Ausland

Während Inlandsüberweisungen oder SEPA-Transfers gratis oder zumindest sehr kostengünstig sind, langen die Geldinstitute bei Auslandsüberweisungen kräftig zu. Der Anteil berechnet sich in der Regel nach dem Volumen des Transfers und den Gebühren, die die jeweilig beteiligten Banken bzw. Servicedienstliester verlangen. Gesamtgebühren in Höhe von 2% und mehr sind keine Seltenheit.
Es gibt unterschiedliche Modelle, wie sich die Kosten zwischen Absender und Empfänger verteilen. Entweder trägt eine der beiden Parteien die kompletten Gebühren der Überweisung. Möglich ist aber auch, dass die Kosten aufgeteilt werden. Eine übliche Variante besteht darin, dass der Auftraggeber die Gebühren seiner Bank trägt und der Empfänger die Kosten, welche sein Geldinstitut oder mögliche zwischengeschaltete Dienstleister erheben.

Überweisungsträger für eine Auslandsüberweisung

überweisungsträger ausland

Dauer einer Auslandsüberweisung

Weist ein Verbraucher per SEPA-Überweisungsträger oder EU-Standardüberweisung einen Geldbetrag an, wird die Buchung innerhalb eines Werktages bearbeitet. Das Prozedere ist identisch mit dem einer Inlandsüberweisung und das Geld also relativ schnell verfügbar. Doch wie sieht es bei einer Überweisung in ein Land außerhalb Europas aus, etwa die USA oder nach China? Wie so oft, hängt die exakte Dauer von verschiedenen Faktoren ab. Als grobe Orientierung läßt sich aber festhalten, dass bei einer Überweisung in die USA, nach Kanada oder Australien maximal 3-5 Tage bis zur Stellung des Betrages auf dem Empfängerkonto vergehen. Nach China ist das Geld 1-4 Tage unterwegs. Und in kleine Länder Afrikas oder Südamerikas können 2-4 Wochen verstreichen. Grundsätzlich dauert eine Überweisung länger, wenn der Anweisende einen ausgefüllten Überweisungsträger in Papierform bei seiner Bank einreicht, als wenn ein Online-Transfer getätigt wird.

Meldepflicht bei der Auslandsüberweisung

Im Allgemeinen sind Überweisungen von und nach Deutschland immer dann meldepflichtig wenn der Betrag über 12.500 Euro liegen, der Anlass der Zahlung ein wirtschaftliches Geschäft ist und entweder der Absender oder der Empfänger seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat. Die Auslandsüberweisung muss in Deutschland bei der Bundesbank gemeldet werden. Hierfür gibt es zwei verschiedene Formulare: Das Formular Z1 für ausgehende Zahlung und das Formular Z4 für eingehende Überweisungen. Entsprechende Formulare zur Meldung stellte die Bundesbank hier zum Download bereit.

Die Meldung dient ausschließlich dem statistischen Erfassen der Zahlungsbilanz der Bundesrepublik Deutschland. Es gibt keine gesetzliche Grundlage für das Weiterleiten der Informationen an das Finanzamt oder den Zoll.

Alternative Arten der Auslandsüberweisung

Die gängigste Alternative zur Auslandsüberweisung per Überweisungsträger ist das direkte verschicken von Bargeld. Dies wird möglich gemacht durch verschiedenste Unternehmen, die größten hierbei sind Western Union, Moneygram und PayPal. Ein Direkt-Transfer lohnt sich immer dann, wenn man in kurzer Zeit eine Überweisung in ein anderes Land bzw. einen anderen Kontinent tätigen will. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass man zum Erhalt des Geldes nur einen Personalausweis benötigt und somit auch bei Verlust der eigenen Bankkarte in einem fremden Land schnelle finanzielle Unterstützung aus der Heimat erhalten kann.
Der letzte große Vorteil besteht darin, dass diese großen Unternehmen nahezu in jedem Land Partner haben und man somit auch in wirtschaftlich schlechter erschlossenen Gegenden an finanzielle Unterstützung kommen kann. Die Gebühren variieren von Unternehmen zu Unternehmen, der Durchschnitt für eine Überweisung zwischen 500 Euro und 1000 Euro liegt bei ungefähr 30 Euro.

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